Wer bin ich?


Sind wir wirklich "die", die wir denken zu sein?

Sind wir wirklich so "deutsch", dass wir die "Anderen" als Ausländer bezeichnen können?

Und dann stellt sich auch noch die große Frage: Wann ist denn jemand ein Ausländer? Wenn wir Vertreter von Toyota oder Sony in der Innenstadt von Berlin mit einer Akten-tasche unter dem Arm und einem Designer-anzug die Straße entlang gehen sehen, denken wir dann, oh nein, schon wieder ein Ausländer, oder denken wir an die Global-isierung der Menschheit, an eine gutaus-sehende, gutverdienende Frau bzw. einen Mann, die oder der absolut "dazu" passt? Sie kommen uns überhaupt nicht ausländisch vor, obwohl sie einen japanischen Pass haben.

Und woran denken wir, wenn wir einen 16- oder 17- jährigen Jungen die Straße entlang gehen sehen, der "normale" Klamotten trägt und vielleicht ein "türkisches" Aussehen hat, falls man ein Aussehen überhaupt spezifisch einordnen kann? Denken wir dann nicht auch manchmal, oder sogar immer an einen Ausländer, obwohl dieser Junge sich mit 16 Jahren für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden hat?

 

 

 

 

 


Wer hat "uns" das Recht gegeben, so über Menschen zu urteilen, und wer sind wir denn, dasss wir diese Menschen auf der Straße anpöbeln oder sogar die Fresse einschlagen? Natürlich machen wir dies nicht wenn wir alleine einem Ausländer begegnen, sondern wenn wir zu viert oder noch mehr sind, weil wir sonst zu feige sind. Aber wer von uns ist denn wirklich "deutsch"? Wenn man seinen Stammbaum etwas zurückverfolgt, so werden viele entdecken, dass sie ausländische Vorfahren haben, auch wenn sie deutsche Staatsbürger sind.
Und vor allem muss man immer im Gedächt-nis haben, wie wir uns fühlen würden, wenn wir im Ausland so "angemacht" werden, wie es in Deutschland sehr oft passiert. Wie würden wir uns fühlen, wenn uns jemand auf offener Straße hinterherhetzt, oder uns beschimpft, oder nur durch seine Körper-sprache signalisiert, was er von uns denkt?

Deshalb sollten wir Ausländer in unserem Land so behandeln, wie wir im Ausland behandelt werden möchten, und meistens auch behandelt werden.

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